Craniosacrale Therapie

Was kann die Craniosacrale Therapie für Sie tun?

Die Craniosacrale Therapie ist eine sanfte und entspannende, manuelle Behandlungsform, die sich ursprünglich aus der Osteopathie entwickelte. Mit ihrer Hilfe können wir körperliche und emotionale Blockaden ausfindig machen und lösen. Das Anwendungsspektrum dieser ganzheitlichen Therapieform ist enorm groß.

Sie führt uns in tiefe Entspannung und hat positiven Einfluss auf die Gesundheit von Körper und Seele, auf unser allgemeines Wohlbefinden und unsere Vitalität.
Ziel der Craniosacralen Therapie ist es, unseren Körper durch die Behandlung wieder in sein Gleichgewicht zu bringen und so unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Anwendungsgebiete für die Craniosacrale Therapie

  • Akute und chronische Beschwerden
  • Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen
  • Muskelverspannungen
  • Nach Operationen, Unfällen und Sportverletzungen
  • Fehlstellungen des Bewegungsapparates (z.B. Beckenschiefstand)
  • Kopfschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Verdauungsprobleme
  • Tinnitus
  • Schlafstörungen
  • Emotionale Blockaden
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • ...

Zusätzlich für Kinder und Jugendliche

  • Emotionale Unausgeglichenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Schulprobleme / Lernschwierigkeiten
  • Hyperaktivität / ADS / ADHS
  • Schnelle Wachstumsschübe
  • Verhaltensauffälligkeiten

Wie erfolgt die Craniosacrale Therapie?

"Folge dem Körper, zwinge ihn zu nichts." (Dr. John Upledger, Begründer der Craniosacralen Therapie)

Behandelt wird im Bereich des Schädels, des Rumpfes sowie des Kreuzbeines. Körperliche Strukturen, wie Bindegewebe, Muskeln, Knochen und Gelenke werden mit einbezogen.
Der Körper wird als Einheit angesehen und ganzheitlich therapiert – von "Fuß bis Kopf".

Der Therapeut kann die Bewegungen des Craniosacralen Rhythmus (2) an mehreren Stellen des bekleideten Körpers erfühlen. Jedes Beschwerdebild verursacht in der Regel spezifische Einschränkungen der Beweglichkeit bzw. Abweichungen vom normalen Rhythmus. Diese können dem Therapeuten einen diagnostischen Hinweis geben, wo Störungen vorhanden sind.

Sanfte, manuelle Maßnahmen können zur Lösung und Entspannung des betroffenen Gebietes führen. Dies erfolgt unterhalb der Gewebewiderstandsgrenze – keine Blockierung wird schmerzhaft durchbrochen. Der Körper wird tief entspannt. Dies harmonisiert den Craniosacralen Rhythmus (2), so dass sich das Craniosacrale System (1) wieder ungehindert bewegen kann. Die Selbstheilungskräfte können hierdurch aktiviert werden.

(1) Das Craniosacrale System
Schädelknochen (lat. cranium)
Kreuzbein (lat. sacrum) am unteren Ende der Wirbelsäule
Hirn- und Rückenmarkshäute
Gehirn
Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor)
Organe zur Herstellung und Resorption des Liquors

Der Liquor (die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit) wird im Inneren von Hirnkammern gebildet und zirkuliert innerhalb der Gehirn- und Rückenmarkshäute, bis an das untere Ende der Wirbelsäule. Er umspült und schützt Gehirn und Rückenmark, nährt und entschlackt sie.

(2) Der Craniosacrale Rhythmus
Neben Atemrhythmus und Herzschlag ist der Craniosacrale Rhythmus der dritte "Puls" unseres Körpers. Er entsteht durch die ständig wechselnde Neubildung und Entsorgung des Liquors, innerhalb des Craniosacralen Systems.
Fühlbar ist der Craniosacrale Rhythmus beispielsweise an Schädel und Kreuzbein, Beckenknochen, Schultern und sogar an entfernten Strukturen, wie den Füssen.

Viele Einflüsse, wie Verletzungen oder Entzündungsprozesse, können den Craniosacralen Rhythmus beeinträchtigen. Dies kann sich in Folge negativ auf unseren gesamten Organismus auswirken, da das Craniosacrale System eine enge Verbindung besitzt zu Nervensystem und Hormonsystem sowie zu den Muskelskelett-, Gefäß- und Organsystemen.

Hintergründe der Craniosacralen Therapie

Anfang des 20. Jahrhunderts fand Dr. W.G. Sutherland (Mitbegründer der Osteopathie) heraus, dass die Schädelknochen nicht fest verwachsen, sondern beweglich miteinander verbunden sind. Sein Schüler Andrew Taylor Still entdeckte und beschrieb erstmalig das "Pulsieren der Schädelknochen", konnte aber noch nicht nachweisen, wodurch es entstand und was es bewirkte.

Der amerikanische Arzt Dr. John Upledger konnte Jahre später, während einer Wirbelsäulenoperation in den 70er Jahren, zusätzlich rhythmische Bewegungen der Rückenmarkshäute beobachten – den Craniosacralen Rhythmus (2). Er forschte intensiv weiter und entschlüsselte die Funktion des Craniosacralen Systems (1). Auf Basis seiner Erkenntnisse entwickelte er die Craniosacrale Therapie.